Melde dich mit deiner syBos-ID an. BestĂ€tige anschlieĂend die E-Mail in deinem Postfach, um dich einzuloggen. Mit der Anmeldung hast du Zugriff auf interne Dokumente im Downloadcenter, kannst Schnellzugriffe setzen und Personalisierungen vornehmen.
Bezirk Linz-Land zur Ăbersicht
Manchmal sind es nicht die groĂen, lauten Geschichten, die zeigen, was wirklich zĂ€hlt. Sondern die stillen. Die, die man erst erkennt, wenn man genauer hinschaut. Michael Waidmayr â bei der Feuerwehr einfach âWaidyâ â ist seit September 2023 Teil der FF Pucking-Hasenufer. Einer, der nicht viele Worte braucht, um zu zeigen, warum er da ist. Er macht einfach. Und genau das bleibt hĂ€ngen.
Bevor Waidy zur Feuerwehr kam, war er zwölf Jahre lang freiwillig beim Roten Kreuz tĂ€tig. Eine Zeit, die ihn geprĂ€gt hat â vor allem in seiner Einstellung, fĂŒr andere da zu sein. Als dieser Abschnitt fĂŒr ihn zu Ende ging, stellte sich nicht die Frage, ob er weitermacht â sondern nur wo. Denn eines war fĂŒr ihn klar: Ein Leben ohne Ehrenamt passt nicht zu ihm. Und so fĂŒhrte ihn sein Weg direkt zur Feuerwehr.
Nicht aus einer spontanen Entscheidung heraus, sondern aus Ăberzeugung. Auch, weil viele seiner Freunde bereits Teil der FF Pucking-Hasenufer waren. Vor allem aber, weil er hier genau das gefunden hat, was ihm wichtig ist: ein starkes Miteinander und die Möglichkeit, aktiv zu helfen.
Die FF Pucking-Hasenufer lebt von ihrer Vielfalt. Menschen mit unterschiedlichsten Berufen bringen ihre StĂ€rken ein â vom Traffic Manager ĂŒber Betriebsfeuerwehrmitarbeiter, Bauern, Vertreter und BĂŒroangestellte bis hin zu Polizisten und Studierenden, sowie vielen weiteren Berufsgruppen.
Einige sind durch ihre Arbeitszeiten untertags verfĂŒgbar, andere vor allem abends oder am Wochenende. Genau dieses Zusammenspiel macht die Feuerwehr schlagkrĂ€ftig. Es geht nicht darum, wer wann mehr leistet â sondern darum, dass man sich aufeinander verlassen kann.
Und genau das funktioniert hier.
Seit seinem Eintritt hat sich Waidy stetig weiterentwickelt. 2024 absolvierte er das SchiffsfĂŒhrerpatent fĂŒr Motorboote auf FlĂŒssen und BinnengewĂ€ssern. Derzeit wird er zum AtemschutztrĂ€ger ausgebildet und wird im April den Atemschutzlehrgang an der Oö. Landes-Feuerwehrschule besuchen. Aufgaben die Vertrauen, Disziplin und Teamarbeit verlangen. FĂŒr ihn kein besonderer Meilenstein â sondern ein Teil des Weges.
Ein Moment, der ihm besonders in Erinnerung geblieben ist, war der Landesbewerb 2025. Im Team gab es nur einen Kameraden, der das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Silber bereits absolvieren durfte. FĂŒr alle anderen ist nur Bronze möglich gewesen. Doch die Entscheidung war schnell getroffen: Sie treten gemeinsam in Silber an. Denn auch wenn laut Vorschrift nur der bereits Berechtigte das Abzeichen in Silber erhalten konnte, war fĂŒr die anderen eines wichtiger â als Team anzutreten. Es war keine Diskussion. Kein AbwĂ€gen. Nicht einmal fĂŒr einen Moment. Sie sind gemeinsam angetreten. FĂŒr ihn. Und genau darin zeigt sich, was Kameradschaft wirklich bedeutet: Nicht, was jeder fĂŒr sich erreicht â sondern was man fĂŒreinander möglich macht.
Feuerwehr ist mehr als das, was man von auĂen sieht. Es sind nicht nur EinsĂ€tze mit Blaulicht und Sirene. Es ist auch das, was danach kommt â und oft davor. Fahrzeuge wieder einsatzbereit machen. SchlĂ€uche reinigen, trocknen und sorgfĂ€ltig verrĂ€umen. Sich um Details kĂŒmmern, die im Hintergrund laufen â wie das Pflegen der âVitrineâ vor dem Feuerwehrhaus, die ein StĂŒck Geschichte bewahrt. Waidy ist ĂŒberall dort zu finden. Ohne groĂe Worte. Ohne dass jemand fragen muss. Er hilft einfach mit. Bei allem.
Was ihn an seiner Feuerwehr besonders beeindruckt, ist der Zusammenhalt. Nicht als Schlagwort â sondern im tĂ€glichen Miteinander. Wenn jemand einmal keine Zeit hat, ĂŒbernimmt ein anderer. VerlĂ€sslich. SelbstverstĂ€ndlich. Jeder bringt sich so ein, wie er kann. Und genau dadurch entsteht etwas, das man nicht erzwingen kann: Vertrauen.
Dass er als âstiller Heldâ ausgewĂ€hlt wurde, bedeutet ihm viel. Doch fĂŒr ihn steht das nicht im Vordergrund. Er sieht sich selbst nicht so. FĂŒr ihn ist es normal, mitanzupacken und da zu sein. Und wenn man ihm zuhört, wird klar: FĂŒr ihn gibt es viele stille Helden â in seiner Feuerwehr und darĂŒber hinaus.
FĂŒr Waidy bedeutet Feuerwehr mehr als nur ein Ehrenamt. Es ist Freude. Teamgeist. Kameradschaft. Und etwas, das einen persönlich wachsen lĂ€sst. Seine Botschaft an jĂŒngere Kameradinnen und Kameraden ist klar: âSchaut euch alles an. Fragt nach. Traut euch. Am meisten lernt man, wenn man es einfach macht â und mitfĂ€hrt, mitarbeitet, dabei ist.â Und auch an alle, die noch ĂŒberlegen: âKommt vorbei. Schaut euch eine Ăbung an. Macht mit. Egal wer du bist â du wirst aufgenommen. Du bist nicht allein.â
Waidy wĂŒnscht sich, dass das Feuerwehrwesen in der Bevölkerung weiterhin stark getragen wird. Dass Menschen wieder mehr fĂŒreinander da sind â und den Schritt wagen, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu werden. Denn Feuerwehr bedeutet nicht nur helfen, wenn es brennt.
Es bedeutet, Verantwortung zu ĂŒbernehmen, zusammenzuarbeiten und fĂŒreinander da zu sein. Er hofft, dass sich wieder mehr Menschen ehrenamtlich engagieren, mit anpacken und einfach einmal vorbeikommen. Nicht, weil man muss. Sondern weil man Teil der Feuerwehrfamilie wird â und merkt, wie gut es ist, dabei zu sein.
Waidy drÀngt sich nicht in den Vordergrund. Er ist einfach da, wenn es darauf ankommt. Und genau das macht ihn zu dem, was er ist: Ein stiller Held.
Hier geht's zum zugehörigen Video auf unserem TikTok Kanal: