Suche nach ...

Anmelden

Melde dich mit deiner syBos-ID an. Bestätige anschließend die E-Mail in deinem Postfach, um dich einzuloggen. Mit der Anmeldung hast du Zugriff auf interne Dokumente im Downloadcenter, kannst Schnellzugriffe setzen und Personalisierungen vornehmen.

Atem- und Körperschutz

Das Team im Bezirk Linz-Land wird von HAW Wolfgang Schauer geleitet. Er bew√§ltigt mit seinen drei OAW Andreas Standhartinger (AFKDO Enns), OBI d.F.  Mario Prantl (AFKDO Linz-Land) und OBI d. F. Michael Strach (AFKDO Neuhofen) die Aufgaben des Atemschutzes und K√∂rperschutzes.

Der Atem- und Körperschutz umfasst mehrere Schutzstufen:

  • 1. Stufe: PSA - pers√∂nliche Schutzausr√ľstung, umfasst die Feuerwehr-Einsatzkleidung mit Sicherheitsstiefeln, und Einsatzhelm, sowie die Einsatzhandschuhe. (im Bedarfsfall mit leichtem oder schwerem Atemschutz)
  • 2 Stufe: PSA (wie Stufe 1) + leichter Hitzeschutz oder Einweg-Schutzanzug sowie schwerer Atemschutz.
  • 3 Stufe: PSA (wie Stufe 1) + schwerer Hitzeschutz oder gasdichter Schutzanzug sowie schwerer Atemschutz.

In diesen drei Schutzstufen ist auch vom leichten oder schweren Atemschutz die Rede.

Leichter Atemschutz:

Vom leichten Atemschutz spricht man von einer Atemschutzmaske mit einem Luftfilter. Davon gibt es mehrere verschiedene, die den Gefahreneinstufungen angepasst sind. Grundvoraussetzung f√ľr den Einsatz von leichtem Atemschutz ist das Vorhandensein von Atemluft mit 21% Sauerstoffgehalt. Die zu verwendenden Luftfilter filtern verschiedene Giftstoffe aus der Luft, f√ľr die die jeweiligen Filterarten geeignet sind, beispielsweise Rauchgase.

Der Vorteil von leichtem Atemschutz besteht darin, dass man sich besser bewegen kann und leichte Arbeiten √ľber einen l√§ngeren Zeitraum m√∂glich sind. Der gro√üe Nachteil liegt jedoch darin, dass die Luftfilter lediglich 50 Liter Atemluft/Minute durchlassen.  Das ist bei leichter k√∂rperlicher Arbeit kein Problem. Sobald die T√§tigkeiten anstrengend werden, werden oft bis zu 100 Liter/Minute verbraucht und damit sind diese T√§tigkeiten damit nicht durchf√ľhrbar

Schwerer Atemschutz:

Beim schweren Atemschutz spricht man vom Umluft unabh√§ngigen Atemschutz. Also von Atemschutzger√§ten, in denen die erforderliche Atemluft mitgef√ľhrt wird. Das kann in Pressluftflaschen erfolgen oder in Sauerstoffkreislaufger√§ten. Sauerstoffkreislaufger√§te finden in den Freiwilligen Feuerwehren kaum Anwendung. Im Feuerwehrdienst werden beinahe ausschlie√ülich Pressluftflaschen verwendet.

Der Vorteil von schwerem Atemschutz liegt darin, dass man auch bei anstrengender k√∂rperlicher Arbeit gen√ľgend Atemluft erh√§lt. Aber auch diese Ger√§te haben einen gro√üen Nachteil. Sie sind schwer. Eine komplette Atemschutzausr√ľstung hat ein Gewicht von ca. 17 kg, was schnelle Bewegungen nicht erm√∂glicht. Je nach Art der verwendeten Atemschutzger√§te werden in den Pressluftflaschen zwischen 1.600 Liter und 1.800 Liter Atemluft mitgef√ľhrt. Bei mittlerer k√∂rperlicher Arbeit kann man damit bis zu 30 ‚Äď 40 Minuten arbeiten, bevor die Flaschen leer sind. Bei starker Arbeit kann diese Luftmenge bereits nach 15 ‚Äď 20 Minuten verbraucht sein. Dann muss ein Ersatztrupp die Arbeit fortsetzen und die leeren Flaschen gef√ľllt werden. Dadurch ist ein hoher Personal- und Materialaufwand verbunden.

Wie wird man Atemschutzträger?

Um Atemschutzträger werden zu können, bedarf es mehrerer Voraussetzungen. Die oberste Grundvoraussetzung ist die Feuerwehr-Grundausbildung und danach folgen:

  • Vollendetes 18. Lebensjahr
  • K√∂rperliche und geistige Eignung
  • √Ąrztliche Atemschutzuntersuchung

Sind diese Voraussetzungen gegeben bedarf es einer feuerwehrinternen Einschulung. Danach erfolgt der

  • Finnentest (k√∂rperlicher Leistungstest)